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Blitzmeldung zum Start der DSGVO – Newsletter

Blitzmeldung zum Start der DSGVO – Newsletter & Co.

In wenigen Tagen ist es soweit, die DSGVO tritt ihren ‚Dienst‘ an. Doch wer ist denn schon tatsächlich vorbereitet? Welcher Heilpraktiker, welcher Physiotherapeut, welcher Arzt, welches Fitnessstudio hat denn eigentlich schon alle AV-Verträge (Auftragsverarbeitungsverträge) beisammen?

Nehmen wir einmal das Beispiel Newsletter. Ich z.B. nutze das Kommunikations-Tool des Newsletters um mit meinen Kunden in Kontakt zu bleiben oder diese über Neuerungen zu informieren. Doch was passiert denn eigentlich mit dem Newsletter, wenn die DSGVO an den Start geht?

Also ich für meinen Teil werde mit meinem Newsletter wie folgt verfahren, ich werde alle personenbezogenen Daten löschen und damit alle personenbezogenen Daten meiner Kunden in der Newsletterdatenbank. Eine ziemlich blöde aber in Anbetracht der hohen Strafen, sinnvolle Vorgehensweisen, wie ich finde.

Ich habe zwar Einverständniserklärungen meiner Kunden für den Newsletter, diese gelten auch nach dem Inkrafttreten der DSGVO weiter, jedoch sind dort nicht alle Forderungen, welche die DSGVO aufstellt, enthalten. Jetzt könnte ich natürlich hergehen und im Vorfeld, also quasi jetzt und sofort, alle Kunden anschreiben und sie bitten eine neue Einverständniserklärung zu bestätigen, doch mal ehrlich wie viele solcher E-Mails haben Sie denn in den letzten Tagen bekommen zum Update der Einverständniserklärungen und Datenschutzerklärungen?

 

Das Problem bei der Sache ist, dass wenn einige Kunden zustimmen und andere nicht, ich dann meine Newsletterdatenbank akribisch durchsuchen muss, damit ein Kunde, der nicht zugestimmt hat, auch zukünftig keine Nachrichten (E-Mails) mehr erhält.

 

Ganz aktuell hat der Nachrichtensender n-tv.de dazu heute eine Pressemitteilung herausgegeben.

Der Nachrichtensender n-tv.de schreibt, dass Daten zukünftig nur noch zweckbezogen erhoben werden dürfen. Dabei muss der Absender erklären wofür er die Daten verwendet und zudem muss der Webseitenbetreiber alle Eintragungen und die damit verbundenen Einverständniserklärungen, dokumentieren und nachweisen. Der Betroffene, hier der Absender der personenbezogenen Daten, muss über die Möglichkeiten zur jederzeitigen Löschung und Korrektur seiner Daten hingewiesen werden. (n-tv.de 2018)

Weiter schreibt n-tv.de jedoch etwas, was nicht ganz den Tatsachen entspricht: „Ohne vorherige Einwilligung dürfen Shop-Betreiber Direktwerbung nur an Kunden verschicken, die bereits etwas bestellt haben.“ (n-tv.de 2018) Das ist zwar bedingt richtig, jedoch wenn ein Kunde etwas bestellt hat in einem Shop, dann darf der Shopbetreiber auch nur Nachrichten rund um die Bestellung, also die Abwicklung des Kaufvertrages, verschicken. Wenn der Shopbetreiber also eine Nachricht bzw. einen Newsletter in Bezug auf andere Sachen verschicken will, braucht er dafür auch eine explizite Einwilligung mit einer entsprechenden Zweckerklärung. Nur das ein Kunde, Kunde ist in einem Shop und Waren bestellt hat oder fortlaufend bestellt, darf man diesem ohne Einwilligung in eine eindeutige Zweckerklärung, keine anderweitige Werbung zu schicken.

 

 

Literaturverzeichnis

n-tv.de (2018): DSGVO hilft Aufräumen. Jetzt wird man Newsletter ganz einfach los. Online verfügbar unter https://www.n-tv.de/technik/Jetzt-wird-man-Newsletter-ganz-einfach-los-article20436972.html, zuletzt geprüft am 16.05.2018.

 

Strafen wegen Datenschutz



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